Regelenergie

Laufzeit:

1-6-2016 - 31-5-2019

 

Beschreibung:

Teilnehmer: Ekwadraat (Federführung), Dankers, GeLa

 

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Die Projektaktivitäten werden in drei Teilen ausgeführt:

 

1. Entwicklung von Datenregeln, Berechnungsregeln, neuen Spielregeln. Erfassung von Praxiserfahrungen, ergänzt um die konkrete Testung der Hardwaresysteme.

 

Zwecks Testung der Hardware-Systeme werden E kwadraat und GeLa mit Dankers Bio Energy b.v. zusammenarbeiten und zudem Kooperationen mit anderen Vergärungsanlagen in ihrem Netzwerk eingehen. Zusammen mit Stakeholdern (u.a. Netzbetreibern) werden die grenzüberschreitenden Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und Engpässe inventarisiert.

 

Die Preise (Vergütungen) für Strom fluktuieren fortwährend, der Kostpreis der Produktion zeigt eine Eigendynamik. Diese Dynamik ist teilweise vorhersagbar. Ist eine schnelle Reaktion auf dem Markt erforderlich, muss pro Situation berechnet werden, ob eine Hoch- oder Runterregelung  lohnend ist. Hierfür sind detaillierte Datensets und intelligente Berechnungsregeln notwendig.

Für das schnelle Hoch- und Runterregeln der KWK und des Gassystems werden technische Systeme benötigt, mit denen die für den stationären Einsatz entwickelten Systeme umgebaut werden.

 

Momentan können die teilnehmenden Vergärungsanlagen nur begrenzt flexibel hoch- und runterregeln. Sie können beispielsweise nicht einfach so ihre KWK ausschalten oder im Sparmodus laufen lassen. Die genutzten Gasmotoren lassen dies nicht zu. Auch das IT-Interface des deutschen Stromhändlers (E2M) weist Einschränkungen auf. Eine weitere Flexibilisierung der Regeltechnik ist daher erwünscht. Ob, wie und wann eine Hoch- oder Runterregelegung erforderlich ist, ist äußerst situationsabhängig. Dem liegen komplexe Berechnungsmodelle zu Grunde, die allerlei Variablen, wie dynamischen Lieferpreisen, Produktionskosten für individuelle Lieferanten, Unterhaltsplanungen von Anlagen, Standorten der verschiedenen Lieferanten etc., Rechnung tragen müssen. Diese Berechnungsmodelle streben nach einer Gewinnmaximierung zu Gunsten der individuellen Lieferanten und Stromhändler.

 

2. Organisation des Netzwerks aus Wissensträgern und relevanten Stakeholdern, um das Wissen und den Blick auf die Entwicklung besser aufzuzeigen und zu teilen (Verbreitung)

 

In dieser Entwicklung ist es wichtig, dass die Möglichkeiten und Engpässe durch eine breite Masse von Akteuren erfasst werden. Das gemeinsame Lernen und Verstehen steht daher im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es auch um die Verstärkung und Erweiterung der Netzwerke.

 

3. Leitung, Kommunikation, Berichte etc.

 

Die gesamte Projektleitung, die projektinterne Kommunikation, die Kommunikation mit anderen innerhalb des BiogasKascade-Projekts und die Verantwortung in Richtung Interreg verlaufen über diesen Projektteil.

Milestone

 

Beschreibung:

 

Intelligente Schaltungen

Dieser Einsatz erfordert, dass Schaltungen schnell auf Basis der Entwicklung auf dem Strommarkt erfolge können. Der Stromhändel verschickt das Signal, woraufhin die Anlage direkt reagiert. Hierfür wird eine direkte Datenverbindung mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und Interfaces zur

Vergärungsanlage/KWK-Kombination benötigt.

 

Berechnungstools und die richtigen Datensets

 

Die Reaktionsgeschwindigkeit kann unmittelbar erfolgen oder bei einer Viertel- oder bei einer Stunde liegen,  je nach Möglichkeiten der individuellen Anlage. Dazu gehören passende Vereinbarungen und Vergütungsregelungen. Eine Instanz, die mehrere Systeme in einer virtuellen Energiezentrale mit dutzenden MW organisiert und dieses ‚Paket‘ Stromhändlern zur Verfügung stellt, muss berechnen, welches Modell am besten zu welchem System passt und wie das Paket zusammengestellt wird. Dazu bedarf es Berechnungsmodellen, in die aktuelle Daten eingespeist werden. Diese Daten (Lieferpreise, individuelle Produktionskosten, Wartungsplanung etc.) verändern sich pro Stunde, gute Berechnungstools und adäquate Datensets sind daher erforderlich.

 

Neues Motormanagement und neue Gassysteme

 

Systeme, die für eine stabile Baseload entworfen wurden, können nicht ‘einfach so’ an- oder ausgeschaltet werden. Dies bedarf Anpassungen, vor allem des Motormanagement-Systems und der Gasverwaltung (mit Speicherung oder ohne).

 

Neue Vergütungsinstrumente

 

Das alles erfordert betriebswirtschaftliche (wie lässt sich das organisieren) und technische Innovationen, neben Anpassungen an Vergütungssystemen (EEG und SDE+), die auch ein Mitdenken der Politik erfordern.

 

International organisieren

 

Ob dies in einem grenzüberschreitenden Rahmen, in dem die ‚Pakete‘ auf beiden Seiten der Grenze organisiert und diese sowohl für die Nachfrage in Deutschland als auch in den Niederlanden eingesetzt werden können, organisiert werden kann, ist momentan unklar. Dies zu ermöglichen ist eine der Aufgabenstellungen des Projekts. Sollte dies glücken, handelt es sich um eine besondere Innovation und ein tolles Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit.